Es gibt so Dinge, die glaubt man nicht, wenn man die hört. Da sagt man, das ist doch nicht möglich, das hat der sich doch ausgedacht! Aber ich sage ihnen, beim Vorstand des Tourismusverbandes geht alles! Da wird sich die Realität so zurecht gebogen, wie man die gerade braucht, wie es einem (dem Vorstand) gerade zuträglich ist.

So auch bei der Geschäftsführerlüge. Jeder der in den letzten Jahren mit dem Tourismusverband zu tun hatte, weiß natürlich, dass meine Frau durch den Vorstand in der Öffentlichkeit als Geschäftsführerin bezeichnet wurde. Der Vorstand hat auch meine Frau angewiesen sich selbst so zu betiteln. Wieso das so war, erfahren sie hier!

Allem voran ging der wirklich ärgerliche Prüfversuch der Rechnungsprüferin Frau Treutner-Schneider im Jahr 2011. Hat diese Person es doch tatsächlich gewagt die Arbeitsweise des Vorstandes in Frage zu stellen ( hier mehr zu diesem Prüfbericht >> )! Wie konnte sie nur! Doch verdammt noch einmal… leider hatte sie mit allem recht. Unter anderen hatte sie darauf hingewiesen, dass der Vorstand laut Satzung einen Geschäftsführer einzustellen hat (§ 9g). Dieser Geschäftsführer hat im Vorstand Sitz und Stimme. Seit 2004 gab es keinen Geschäftsführer und der Vorstand war seit 2004 gewisser maßen – laut Satzung – nicht komplett und deshalb auch nicht beschlussfähig! Was bedeuten könnte, dass seit 2004 alle Vorstandsbeschlüsse ungültig oder wenigstens anfechtbar sein könnten!

Diese Ausführungen ließen einige Vorstandsmitglieder ihren morgendlichen Kaffee nicht mehr ganz so unbeschwert genießen. Deshalb berief man kurzerhand am 29.12.2011 eine außerordentliche Vorstandssitzung in den Räumen der Colbitzer Heidebrauerei ein. Die ganz aufmerksamen Leser werden sich schon wundern. Zwischen den Feiertagen? Dann musste da wirklich was in Flammen stehen.

Erst in dieser Vorstandssitzung sah man sich genötigt sich mit vorgebrachten Sachverhalten und der Satzung des Verbandes intensiver auseinanderzusetzen. In dieser Sitzung wies Frau Bosse den Vorstand darauf hin, dass ihr Arbeitsverhältnis mit dem Tourismusverband am 01.02.2012 entsprechend getroffener Absprachen (kein schriftlicher Arbeitsvertrag) enden wird. Nach dieser Sitzung lies Frau Bosse noch einmal allen Vorstandsmitgliedern die beim Amtsgericht Stendal hinterlegten, vereinsbezogenen Unterlagen wie der Satzung und dem Registerauszug zukommen. Mit dem dringlichen Hinweis, man möge sich doch intensiver mit der Thematik auseinandersetzen. Nun stellt sich natürlich die Frage, weshalb die Vorstandsmitglieder diese Unterlagen nicht in ihrem persönlichen Besitz hatten (mal ein kleiner Denkanstoß… es waren unterschiedlichen Satzungen im Umlauf. Glauben sie nicht? Doch, beim Tourismusverband ist so etwas möglich!).

Nach Inaugenscheinnahme dieser Unterlagen schienen die Anmerkungen von Frau Treutner-Schneider doch Früchte zu tragen. Dort stellte auch der Vorstand fest, dass man laut Satzung einen Geschäftsführer einzustellen habe. Dieser habe Sitz und Stimme im Vorstand (siehe Satzung). Man kam zu der Erkenntnis, dass der Vorstand ohne einen Geschäftsführer (das seit 2004) nicht beschlussfähig gewesen war und sein wird. Alle vorherigen Beschlüsse seien deshalb, wie bereits erwähnt möglicherweise nicht rechtsgültig und anfechtbar. Bei der nächsten Vorstandssitzung wurde Frau Bosse, am Protokoll vorbei, angewiesen sich erst einmal als Geschäftsführerin zu bezeichnen. So würde man, nach Auffassung des Vorstandes, der Satzung (§ 9 g) in der Öffentlichkeit erst einmal genüge tragen. Um alles andere (Geschäftsführervertrag, Eintrag im Vereinsregister, angemessenes Geschäftsführergehalt und Geschäftsordnung) würde sich der Vorstand später kümmern. Ab dieser Vorstandssitzung wurde Frau Bosse vom Vorstand in der Öffentlichkeit als Geschäftsführerin tituliert. So auch von den im Vorstand vertretenden Bürgermeistern Herrn Schmette, Herrn Keindorf und Frau Tholotowsky in Gemeinderatssitzungen der eigenen Gemeinden und der Presse gegenüber!

Da der Vorstand meiner Frau gegenüber weisungsberechtigt war, hat sie diesen Anweisungen auch Folge geleistet. Doch um deutlich zu machen, dass bis zur Klärung dieser Sachverhalte und vertraglichen Rahmenbedingungen meine Frau diesen Posten nicht ausfüllen wird, nahm sie ihr satzungsgemäßes Stimmrecht im Vorstand und in der Mitgliederversammlung (§ 9 g) bewusst nicht wahr. Bis zur nicht stattfindenden Klärung stellte dies nur einen bedeutungs- und inhaltsfreien Titel dar.

Nachdem im Tourismusverband Anfang Juni 2016 die Bombe geplatzt war, hatte der Vorstand ein Problem. Nun könnte auffliegen, dass er die ganzen Jahre über nicht gearbeitet hatte, alle Aufgaben abgeschoben oder auf die lange Bank geschoben hat! Es dämmerte ihnen wohl, dass sie persönlich für diese Situation verantwortlich gemacht werden könnten, weil sie es ja auch sind! Was kann man da nur tun? Moment, hat man sich gesagt, wie praktisch, da ist doch die Frau Bosse die für den gesetzlichen Mindestlohn in der Woche bis zu 60 Stunden gearbeitet hat und schon seit über einem Jahr kein Gehalt ausgezahlt bekommen hat. Wer so blöd ist und hier trotzdem noch weitermacht kann auch den Kopf für uns hinhalten. Und los ging es…

Die Verleumdungs- und Verdrehungsmaschinerie wurde gestartet! Überall wo es ging hat gerade Herr Thomas Schmette (CDU) verbreitet, dass Frau Bosse die verantwortliche Geschäftsführerin war und deshalb an allem schuld ist. Am 08. Juni stellte ich Herrn Schmette persönlich zur Rede (uns wurde natürlich zugetragen das er solche Darstellungen verbreitet hat). Da dies nicht fruchtete mussten wir handeln. Am 10. Juni wurde ihm eine schriftliche Unterlassungsaufforderung zugestellt. Auf diese reagierte er dann mit dem folgenden Dokument.

Da liest man erst mal ungläubig und schlägt dann mit dem Schädel auf die Tischplatte, oder? Aber auch wenn meine Frau Geschäftsführerin gewesen wäre, hätte dies den Vorstand nicht von den in der Satzung verankerten Pflichten entbunden. Dieses Geschäftsführer-Konstrukt was sie, liebe Leser gerade im Kopf haben, gibt es nämlich nur in einer GmbH oder einer Personengesellschaft. Hier reden wir über einen Verein und da ist das verantwortliche und geschäftsführende Organ der Vorstand!

Die kleine Anekdote könnte jetzt schon zu Ende sein. Aber wir sind ja beim Vorstand des Tourismusverbandes. In anderen Situationen kann es aber wieder nützlich sein, dass Frau Bosse Geschäftsführerin gewesen sein sollte. So in einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in der der Vorstand mich verklagen wollte. Darüber berichte ich aber in einem späteren Newsletter. Und glauben sie mir… diese Geschichte steht dieser hier um nichts nach!

In dieser Verhandlung hat Herr Keindorff doch tatsächlich wieder behauptet, dass meine Frau Geschäftsführerin war (wie angemerkt, wäre da nützlich gewesen). Und auf meine Frage wo denn der entsprechende Arbeitsvertrag ist hat er geantwortet:

„Den hat ihre Frau verschwinden lassen“

Auszug aus dem Protokoll der Verhandlung:

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