Der ganze Sachverhalt spiegelt sehr anschaulich die Einstellung und die Moral der Vorstandsmitglieder wieder. Hier offenbaren sich die groben Verfehlungen, das grob fahrlässige Handeln des Vorstandes welches zu der prekären Situation des Verbandes geführt hat. Diese Verfehlungen und nur diese Verfehlungen des Vorstandes führten zur Insolvenz des Verbandes. Dieser wird sich auf Grundlage der Schwere der Verfehlungen und der damit in Verbindung zu bringenden groben Fahrlässigkeit wahrscheinlich zivilrechtlich zu verantworten haben.

Eigentlich hätte dieses Schreiben von den jeweiligen eingesetzten Rechnungsprüfern verfasst werden müssen. Diese sind nämlich laut Satzung des Verbandes verpflichtet die „Finanzgebahrung“ des Vorstandes und der Geschäftsführung nach jedem Geschäftsjahr zu prüfen.

§ 11     Die Rechnungsprüfer

a)   Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte zwei Rechnungsprüfer und einen Stellvertreter für die Dauer von drei Jahren.

b)  Die Aufgabe der Rechnungsprüfer besteht in der Prüfung der sachgerechten Finanzgebahrung des Vorstandes einschließlich der Geschäftsführung; sie berichten darüber vor der Jahreshauptversammlung.

Zur „Finanzgebahrung“ zählt nicht nur das ordnungsgemäße Zahlen von Rechnungen. Dazu zählen auch die Prüfung von Verträgen die mit Zahlungen im Zusammenhang stehen, steuerrechtliche Akte, Vergabe von Aufträgen und Ähnliches, Aufteilung der Zuständigkeiten (finanziell) im Gefüge Vorstand und Geschäftsführung (Geschäftsordnung des Verbandes). Also ein doch recht weit zu fassender Aufgabenbereich.

Die sogenannten Rechnungsprüfungen aus den Jahren 2011, 2012 und 2013 befassten sich lediglich mit der Prüfung der Buchhaltung der Geschäftsstelle. Dies zählte gar nicht zu den Aufgaben der Rechnungsprüfer! Hier wäre der Vorstand in der Pflicht gewesen, dies war und ist Aufgabe des Vorstandes. Hätten die Rechnungsprüfer ihre Arbeit gemacht, hätte diesen auffallen müssen, dass der Vorstand gar keine Finanzgebahrung hat, da dieser seinen satzungsgemäßen Pflichten nicht nachgekommen ist. Weiterhin hätte den Rechnungsprüfern auffallen müssen, dass auch die einzustellende Geschäftsführung keine Finanzgebahrung hat, da es ja keine Geschäftsführung gab (Pflicht zur Einstellung einer Geschäftsführung im § 9 g der Satzung)! Dies hätte in einem ordnungsgemäßen Prüfbericht erscheinen müssen!

Der letzte Versuch (wohl bemerkt Versuch) einer ordnungsgemäßen Rechnungsprüfung fand im Jahr 2011 statt. Der Vorstand zur Zeit des Prüf-Versuches (nicht für die zu prüfende Zeit) im Jahr 2011 bestand aus Herr Christian August (bezeichnete sich als geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden), Herr Franz-Ulrich Keindorf (1. Stellvertreter), Herr Thomas Schmette (2. Stellvertreter) und Herrn Reinecke.

Dieser Versuch der Prüfung beinhaltete die Geschäftsjahre 2009 und 2010. Rechnungsprüferin war hier Frau Treutner-Schneider. Sie war damals Mitarbeiterin im Landesrechnungshof und stand der Thematik aus diesem Grund auch fachlich sehr nahe. Der sehr sachliche Prüfbericht deckte schon damals Bereiche des groben Fehlverhaltens des damaligen Vorstandes auf, die sich dann aber über die kommenden Jahre bis zum heutigen Tage auf weitere Bereiche ausbreiteten und verfestigten.

So merkte Frau Treutner-Schneider zusätzlich zum schriftlichen Prüfbericht mündlich gegenüber dem Vorstand an, dass der Verband keine Geschäftsordnung besitzt und deshalb nicht klar ist, welche geschäftliche und finanzielle Verantwortung bei der Geschäftsführung und welche beim Vorstand und den einzelnen Vorstandsmitgliedern liegt. Sie merkte an, dass es zu den Angestellten des Verbandes keine Arbeitsverträge gibt oder ihr der Zugang zu diesen verwehrt wird. Sie merkte an, dass der Vorstand nach Satzung eine Geschäftsführung anzustellen habe (§ 9 g). Sie merkte an, dass das Konstrukt des Vorstandes mit einem geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden (wie es unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Herrn Christian August gehandhabt wurde) nicht satzungskonform ist. Sie merkte an, dass ihr vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Herrn Christian August der Zugang zu entsprechenden Unterlagen in der Geschäftsstelle verwehrt wurde. Zusammenfassend wies sie im Prüfbericht darauf hin, dass sie dem Vorstand empfiehlt die Einhaltung vereinsrechtlicher Regeln sicher zu stellen.

Da der damalige Vorstandsvorsitzende Herr Christian August auf die sehr umfängliche und brisante Anmerkungen nicht reagierte setzte sich Frau Treutner-Schneider mit Herrn Thomas Schmette (damaliger 2. Stellvertreter und heutiger Vorstandsvorsitzender) in Verbindung. Herr Schmette war zu dieser Zeit Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Sie ging davon aus, dass sie hier auf ein entsprechendes Rechtsverständnis stoßen würde. Gerade weil sich Herr Schmette sich in der Öffentlichkeit ja mit einem besonderen Rechtsverständnis rühmt, da er ja nach Eigendarstellung Fachjurist für Verwaltungsrecht sei. Doch auch hier blieb die erhoffte Reaktion auf die umfängliche Darstellung der Fehlverhalten des Vorstandes aus. Ein Fehlverhalten welches Herr Thomas Schmette (CDU) bis zum heutigen Tage fortführt.

Fazit:
Seit 2004 gab es keine satzungskonforme Rechnungsprüfung im Tourismusverband Colbitz-Letzlinger-Heide e.V. Was gerade auf die heutigen Vorstandsmitglieder welche durch ihre berufliche Tätigkeit als Vorsteher größerer kommunaler Gefüge (allesamt Bürgermeister) ein entsprechendes Licht wirft. Wie erfüllen sie wohl ihre Aufgaben im Verwaltungsapparat (siehe aktuellen Vorstand >>) ?

Tourismusverband Colbitz-Letzlinger-Heide e.V. – die Lügen des Vorstandes vor dem Arbeitsgericht

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